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am 06.08.2019

Ticketverkauf für die Winterhighlights in Oberstdorf beginnt am 02. September!

Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf

Mit dem Auftaktspringen der 68. Vierschanzentournee, dem „Nordic Weekend“ bestehend aus einem Weltcup Nordische Kombination sowie Langlauf und dem FIS Weltcup Skifliegen stehen auch in diesem Winter wieder hochkarätige Sportveranstaltungen im Allgäu auf dem Programm.

Der traditionelle Auftakt der Vierschanzentournee wird auch in diesem Jahr in der Audi Arena für ein „volles Haus“ sorgen und erneut zehntausende Zuschauer in seinen Bann ziehen. Die Auftaktveranstaltung in Oberstdorf findet in diesem Jahr am 28./29. Dezember 2019 unter dem Schattenberg statt.
Das „Nordic Weekend“ (24. – 26.01.2020) mit jeweils einem Doppel-Weltcup in der Nordischen Kombination sowie der LangläuferInnen verspricht gleich doppelt Spannung, sind es doch auch die Testwettkämpfe auf den neuen Loipen im Langlaufstadion Ried für die WM 2021.
Den Abschluss bilden wieder die Skisprung Damen bei ihrem Weltcup auf der Großschanze in der Audi Arena vom 31.01. – 02.02.2020.

Der Ticket-Vorverkauf für alle Winterhighlight-Veranstaltungen im Allgäu beginnt am 02. September. Für die Vierschanzentournee sind zunächst nur die 2-Tages-Pässe im Verkauf, Einzeltickets sind dann ab 21. Oktober erhältlich.
Für das Nordic Weekend (FIS Weltcup Nordische Kombination + FIS Weltcup Langlauf und den FIS Weltcup der Damen im Skispringen können alle Kategorien, auch die begehrten Einzel-Tickets, bereits ab 02. September erworben werden.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie unter www.arena-ticket-allgaue.de.

am 03.06.2019

Sportstättenbau für die NWM 2021 im Plan

Baumaßnahme Audi Arena

So sportlich wie der Zeitplan für das Bauprogramm zu den FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu ist, gehen auch die Arbeiten voran. Sowohl an den Sprungschanzen der Audi Arena als auch im Langlaufzentrum gilt es die Anlagen bis zum Winterbeginn fertig zu stellen.

Obwohl bis zur Fertigstellung noch viel zu tun ist, liegen die Arbeiten aktuell voll im Plan. In der Audi Arena wurde bereits mit den Hangsicherungsmaßnahmen für die Athletenunterführung sowie mit dem Aushub für den neuen Athletenbereich oberhalb der Schanzenanlage begonnen. Zudem werden an der HS 137 mithilfe eines Schreitbaggers derzeit die Banden erneuert. Die neu zu errichtenden Kleinschanzen HS 25 und HS 42 wurden bereits gänzlich zurückgebaut.

Im Langlaufzentrum wurde der bestehende Schneiteich inzwischen komplett mit Kiesmaterial aus dem neu ausgehobenen Schneiteich verfüllt. Die ersten Fundamente und Stützwände für die Funktionsgebäude konnten bereits errichtet und die Ver- sowie Entsorgungsleitungen verlegt werden. Als erste Ausgleichsmaßnahme wurden entlang der Rollerbahn im Riedwald fast 90 Wurzelstöcke nach Vorgabe der Umweltbaubegleitung verteilt. Sie bieten zukünftig vielen Tieren Unterschlupf. In speziell angelegten Teichen haben die Amphibien trotz Baumaßnahmen eine Laichmöglichkeit erhalten und diese sehr gut angenommen.

Im Zuge der Baumaßnahmen verbessern sich sowohl das touristische Angebot Oberstdorfs als auch die Bedingungen für den Nachwuchs-, Hobby- und Leistungssport im Ort maßgeblich. Während die Schanzenanlage eine beliebte Sehenswürdigkeit für die Gäste darstellt, kann das Langlaufzentrum von den Urlaubern im Winter wie im Sommer auch selbst intensiv genutzt werden. Die ehemaligen brach liegenden Kiesflächen werden zukünftig durch Schotterrasen und Grünstreifen landschaftlich attraktiver gestaltet. Mit dem neuen, naturnah angelegten Speicherteich wird das Gelände zu einem Naherholungsgebiet aufgewertet und kommt so den Einheimischen und Gästen gleichermaßen zugute. Die Maßnahmen stärken nicht nur die Alleinstellungsmerkmale von Oberstdorf nachhaltig, sondern sichern auch den Status eines Bundesstützpunktes
Ski Nordisch sowie die Austragung der Vierschanzentournee und damit umfangreiche in diesem Zusammenhang stehende Umsätze im Ort langfristig ab.

Auch im Bereich Beschäftigung sorgen die Maßnahmen für die Absicherung zahlreicher Arbeitsplätze im Ort, die ohne eine Aufwertung der Anlagen nicht gegeben wäre. Vereinzelt werden sogar neue Stellen geschaffen. Zudem werden nach Möglichkeit lokale Unternehmen bei Veranstaltungen mit eventbezogenen Dienstleistungen beauftragt, was ebenfalls Arbeitsplätze vor Ort sichert und die lokale Wertschöpfung steigert. Zudem ist im Zuge der umfangreichen Investitionen mit einer allgemeinen Verbesserung des Investitionsklimas in der lokalen und regionalen Privatwirtschaft zu rechnen. Erste Positivbeispiele hierfür sind die Modernisierung der „Sportalp“ an den Schanzen oder auch die neu gewonnenen privatwirtschaftlichen Investoren für die weitere Modernisierung der Oberstdorfer Bergbahnen.

Pressemitteilung Markt Oberstdorf

am 19.03.2019

Katharina Althaus springt bei Raw Air auf Podest

Katharina Althaus (GER)

Platz zwei bei erster Austragung für Damen für die Oberstdorferin. Nordische Kombinierer durchwachsen beim Weltcup Finale in Schonach.

Oslo, Lillehammer und Trondheim: drei Orte, drei Schanzen, eine Gesamtwertung. Bei der erstmals auch für die Skisprung-Damen ausgetragenen Raw-Air Tour konnte sich Katharina Althaus mit konstanten Leistungen in allen Springen am Ende Platz zwei hinter Maren Lundby aus Norwegen und noch vor ihrer Teamkollegin Juliane Seyfarth sichern. Das besondere bei der Raw Air: in die Gesamtwertung zählen nicht nur die Wettkämpfe, auch die Ergebnisse der Qualifikation fließen mit ein.
Karl Geiger konnte nicht ganz an seine Ergebnisse der WM in Seefeld anknüpfen und belegte am Ende Rang elf in der Gesamtwertung der Raw Air, nachdem er im Teambewerb mit seinen Mannschaftskollegen Rang zwei belegte.

Die Nordischen Kombinierer hatten mit dem Weltcup in Schonach vergangenes Wochenende bereits ihren Saisonabschluss. Bei teils widrigen Wetterbedingungen mit Regen und Sturm hatten die drei Oberstdorfer Athleten Julian Schmid, Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek schon nicht das nötige Quäntchen Glück auf der Schanze, was dann auch in der Loipe nicht mehr aufzuholen war. Am Ende reichte es für Vinzenz Geiger zu Platz 4 und 34, Johannes Rydzek zu Platz 7 und 22 und Julian Schmid zu Platz 48 und 42.

Für die Telemarker des SC Oberstdorf, Johanna Holzmann, Benedikt Holzmann und Jonas Schmid wird es zum Ende der Saison ebenfalls noch mal ernst bei den Weltmeisterschaften in Norwegen. Medaillenchancen haben auf jeden Fall alle drei Sportler.

am 07.03.2019

Großer Empfang für die WM-Helden von Seefeld, Are und Lahti

3000 begeisterte Skisportfans applaudieren

Wer erinnert sich nicht an die Bilder von Seefeld, an einen jubelnden Karl Geiger, der sich so sehr für den Mannschaftskollegen Markus Eisenbichler freute, obwohl der ihn gerade von seinem Goldplatz geschubst hatte. Oder an die gespannte Miene von Katharina Althaus, die aufgeregt auf das Ergebnis wartete, das so knapp war und ihr nach Maren Lundby dann um 0,5 Punkte zurück den Silberplatz einbrachte. Sternstunden des Wintersports waren das und eine perfekte Werbung für die Nordische Skiweltmeisterschaft, die 2021 im Heimatort der beiden erfolgreichen Oberstdorfer stattfindet.

Einen entsprechend begeisterten Empfang boten über 3000 Menschen im Nordic Park von Oberstdorf den Helden (einige mussten krankheits- oder terminbedingt absagen) von Seefeld, Are und Lahti. Ob bei den Juniorenwettkämpfen in Finnland, bei den alpinen Rennen in Schweden oder zum Schluss bei der Nordischen Ski-WM in nahen Tirol – Allgäuer Wintersportler waren überall dabei und hatten sich bei ihren Wettkämpfen stark und ungeheuer sympathisch als Botschafter für ihren Sport präsentiert.

Einen wahren Medaillenregen hatte es vor allem bei den Nordischen Weltmeisterschaften in Seefeld gegeben und die Oberstdorfer Athleten waren mit achtmal Gold und Silber zurückgekehrt. Entsprechend stolz waren Bürgermeister Laurent Mies, Skiclub-Vorsitzender Dr. Peter Kruijer und der Präsident des Eissportclub Oberstdorf, Harald Löffler auf die erfolgreichen Botschafter des Wintersports. Dreimal Edelmetall brachten Katharina Althaus und Karl Geiger heim, die nicht nur zwei Goldmedaillen mit der Mannschaft und im Mixed-Team geholt hatten, sondern auch noch je eine Silbermedaille im Einzelspringen. Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger strahlten über ihre Silbermedaille, die sie in der Staffel der Nordischen Kombinierer erkämpft hatten. Juliane Seyfarth, die am Stützpunkt in Oberstdorf trainiert, zeigte sich ebenfalls mit zweimal Gold (Mixed Team und Teamspringen) glänzend. Richard Freitag, ebenfalls im Team-Springen mit Gold in seine Wahlheimat Oberstdorf zurückgekehrt, musste den Empfang krankheitsbedingt absagen.

Vom Publikum feiern lassen durften sich nicht nur die Medaillengewinner der Junioren-Weltmeisterschaft Julian Schmid, Agnes Reisch und Philipp Raimund. Auch die Langläufer Florian Notz, Sebastian Eisenlauer, Janosch Brugger, Laura Gimmler, Pia Fink und Katharina Hennig genossen ebenso die Begeisterung des Publikums wie Manuel Schmid und Meike Pfister, die die Fahne der alpinen Skistars hochhielten.

Die Erfolgstrainer der deutschen Skispringerinnen Andreas Bauer und Kai Bracht fehlten bei dem Empfang ebenso wenig wie Eiskunstläuferin Nicole Schott. Die hat ihren großen Auftritt jedoch erst noch vor sich: Sie wird bei den Weltmeisterschaften im Eiskunstlaufen Mitte März in Japan am Start sein.

Neben dem Bad in der Menge, viel Applaus und einem bunten Feuerwerk erhielten die Athleten aus den Händen von SCO-Präsidenten Dr. Peter Kruijer und Bürgermeister Laurent Mies Blumen, Geschenkgutscheine und kuschelige Fleecedecken mit dem Oberstdorf-Wappen. Der Eintrag ins Goldene Buch der Marktgemeinde beim Stehempfang im Oberstdorf Haus durfte natürlich ebenfalls nicht fehlen.

Fotos: Dominik Berchtold

am 17.02.2019

Lundby gewinnt auch WM-Generalprobe

Siegerehrung Skiflug-weltcup Damen 17.02.2019

Norwegerin springt in Oberstdorf neuen Schanzenrekord und feiert ihren 22. Weltcup-Sieg. Aus einem starken deutschen Team sticht Juliane Seyfarth als Zweite heraus

Gegen Maren Lundby ist zur Zeit kein Kraut gewachsen. Auch im zweiten Weltcup-Springen auf der Großschanze in der Oberstdorfer Audi Arena setzte sich die 24-jährige Norwegerin an die Spitze. Ihrem Sieg vorausgegangen war vor 2500 begeisterten Zuschauern ein Sprung-Krimi, in dem auch die deutschen Athletinnen Juliane Seyfarth und Katharina Althaus Hauptrollen spielten. Im Drehbuch enthalten waren der Wunsch auf einen Heimsieg für Katharina Althaus, der Kampf der beiden Deutschen gegen die Norwegerin, ein Schanzenrekord auf 135,5 Meter und die Japanerin Sara Takanashi, die sich mit einem tollen zweiten Sprung noch an der Lokalmatadorin vorbeischieben konnte und damit nach ihren Sieg in Ljubno auch in Oberstdorf wieder auf dem Podest stand.

Sechs von neun deutschen Springerinnen waren in den zweiten Durchgang gekommen, der an Dramatik kaum zu überbieten war. Schon im ersten Durchgang hatte Lundby mit einem Sprung auf 135,0 Meter einen neuen Schanzenrekord gesprungen. Ihr hartnäckig auf den Fersen folgte Juliane Seyfarth, die mit einer Weite 132,0 Metern nur zwei Punkte hinter der Weltcup-Führenden lag. Die derzeit größte deutsche Hoffnung, Katharina Althaus vom Skiclub Oberstdorf, musste sich vorerst mit Rang 3 zufriedengeben. Nach ihrem Sprung auf 120,0 Meter hatte sie es mit einem Abstand von 12,6 Punkten schwer, den Anschluss zur Spitze zu halten. Chiara Hölzl (AUT) war zwischenzeitlich Vierte, Sara Takanashi lag als Fünfte 21,7 Punkte zurück.

Im zweiten Durchgang kratzte Juliane Seyfarth an der Überlegenheit von Lundby, indem sie deren gerade erst aufgestellten Schanzenrekord einstellte. Ein Riesensprung auf 135,0 Meter brachte ihr den Jubel des Publikums. Doch die Norwegerin setzte noch einen drauf. Sie bereitete mit einem Satz auf 135,5 Meter und dem erneuten Schanzenrekord und einem deutlichen Vorsprung von 9,4 Punkten vor Seyfarth den deutschen Hoffnungen auf einem Heimsieg ein Ende. Katharina Althaus, am Vortag nur um 0,4 Punkte an Lundby gescheitert, verpasste diesmal um 0,6 Punkte einen Podestplatz.

Mit dem neunten Sieg im 17. Weltcup dieser Saison baute Lundby ihren Vorsprung im Gesamtweltcup auf fast 300 Punkte aus. Mit 1368 Zählern führt die Norwegerin vor Katharina Althaus mit 1073 und Sara Takanashi mit 916 Punkten. Nach der WM in Seefeld folgen mit der Raw Air in Skandinavien sowie den Springen in Nizhny Tagil und Chaikovsky in Russland noch sieben Weltcup-Springen.

Die weiteren deutschen Platzierungen:
7. Platz: Carina Vogt (SC Degenfeld), 13. Platz Ramona Straub (SC Langenordnach), 18. Platz Svenja Würth (SV Baiersbronn), 19. Platz Anna Rupprecht (SC Degenfeld).
Selina Freitag (SG Nickelhütte Aue), Agnes Reisch (WSV Isny) und Pauline Hessler (WSV Lauscha) erreichten den zweiten Durchgang nicht.

am 17.02.2019

Stimmen nach dem zweiten Wettkampftag

Juliane Seyfahrt (WSV 07 Ruhla)

Maren Lundby - Tolles Wetter, tolle Kulisse, einfach perfekt

Maren Lundby (1. Platz; Norwegen): „Ich hatte ein paar tolle Wochen. Hier in Oberstdorf ist ein so tolles Wetter, eine tolle Kulisse, einfach perfekt.
Das war wieder ein erstaunlicher Tag für mich. Mir sind auf dieser wirklich tollen Schanze zwei richtig gute Sprünge gelungen. Das macht mich richtig happy. Und ja, ich bin in einer richtig guten Form so kurz vor der WM. Es tut mir echt ein bisschen leid, dass ich hier zweimal den Partycrasher gemacht habe. Das waren zwei extrem knappe Wettbewerbe. Katharina hat mir zu Saisonbeginn den Sieg in Lillehammer weggeschnappt und jetzt habe ich eben hier in Oberstdorf gewonnen. Das ist ein enger Fight zwischen uns beiden. Da muss ich echt aufpassen.
Ich bin noch nie auf der kleinen Schanze von Seefeld gesprungen, das wird sicher eine neue Erfahrung für mich. Und trotzdem fühle ich mich bereit, dort anzugreifen. Wenn ich ehrlich bin, springe ich lieber auf Großschanzen, aber die Seefelder Kleinschanze gehört eher zu den größeren, das könnte mir entgegenkommen.“

Juliane Seyfarth (2. Platz, WSV Ruhla 07): „Es hat hier mega viel Spaß gemacht. Ich mag es viel lieber, von der Großschanze zu springen. Ich bin eigentlich gar nicht so überrascht über diese Top-Platzierung, denn ich habe es heute geschafft, dass ich die Korrekturen der Trainer umgesetzt und es deutlich besser gemacht habe als gestern. Meine Sprünge am Samstag bei Rückenwind waren mit zu wenig Wirkung und mit zu wenig Höhe. Das habe ich heute viel besser gemacht. Es war heute wirklich ein Traum zu springen, ein Lob an alle, die die Schanze so toll hergerichtet haben.
Selbstläufer sind meine Sprünge noch nicht, ich muss mich auf jeden einzelnen konzentrieren. Ich hab auch vor jedem Sprung auch mein Wettkampf-Kribbeln wieder und muss den Sprung von Neuem gut ansteuern. Ich glaube, wir können ganz entspannt an die WM rangehen.
Wir haben den Team-Wettbewerb als Einstieg in die WM und freuen uns alle darauf und haben alle viel Spaß beim Springen. Da kann nicht viel schiefgehen.“

Sara Takanashi (3. Platz, Japan):
„Für mein Level, das ich momentan springe, bin ich sehr froh, überhaupt auf dem Podest zu stehen. Von daher ist das Resultat gut für mich. Ich sehe, dass es rechtzeitig vor der WM aufwärts geht. Ich habe ja in dieser Saison bei Null angefangen, deshalb schaue ich momentan nicht nur auf die Ergebnisse. Aber es ist ja klar, dass ich bei der WM mein Bestes geben will. Maren Lundby scheint wirklich unschlagbar, aber auch die anderen Springerinnen, wie Katharina Althaus oder Juliane Seyfarth, sind ihr sehr nahe gekommen. Das heißt, es ist schon möglich, sie zu bezwingen.“ *

Carina Vogt (Platz 7, SC Degenfeld):
„Die Ergebnisse sind ganz okay. Zufrieden bin ich trotzdem nicht, weil ich in keinem Wettkampf-Sprung das gezeigt habe, wie ich letzte Woche im Training hier gesprungen bin. Das ist irgendwie schon ärgerlich. Kann es momentan aber nicht ändern. Ich schaue halt, dass ich es in der kommenden Woche hier bei den letzten Trainingseinheiten vor der WM über die Anzahl der Sprünge wieder hinbekomme.
Weiß nicht, warum es nicht geklappt. Vielleicht liegt es daran, dass ich körperlich nicht ganz so fit bin wie am Mittwoch. War am Tisch eigentlich bei jedem Sprung so spät. Viele glauben grad zu wissen, dass ich zu viel will. Wenn das so den Eindruck erweckt, dann nehme ich das so an. Ich selbst habe das Gefühl nicht, weil ich ja schon gezeigt habe, dass ich es auch im Wettkampf hinbekomme und aufs Podest gesprungen bin.
Klar, letztendlich wäre es mir schon lieber, wenn ich auch jedes Mal da ganz vorne wäre, aber rein mannschaftlich freue ich mich riesig auf diese WM, die mit dem Team-Wettbewerb für uns los geht. Ich weiß, dass ich ein gutes Team um mich rumhabe und wir um eine Medaille springen. Und dann hoffe ich, dass irgendwie eine WM-Stimmung aufkommt und ich in einen Flow komme.“

Ramona Straub (13. Platz, SV Langenordnach): „Gestern war es sehr schade, dass mir 21,7 Windpunkte abgezogen wurden. Das konnte ich nicht mehr aufholen. Im Zweiten hatte ich weniger Probleme mit der Höhe. So einen Sprung könnte ich ausfliegen, wenn der Ski bei mir bleibt. Das hat er aber nicht getan. Im Ganzen bin ich froh, dass ich in dieser Saison so zurückgekommen bin. Das war ja nicht von vorn herein klar. Oberstdorf und die Atmosphäre hier sind cool. Das ist meine zweite Heimat, ich habe hier drei Jahre gewohnt, wir trainieren hier oft und man kennt sich einfach aus. Vor so einer Kulisse wie heute zu springen, das würde man sich immer wünschen. Jetzt bin ich gespannt auf Seefeld, ich kann das noch nicht einschätzen.“

DSV-Bundestrainer Andreas Bauer: „Gegen Maren Lundby ist im Moment kein Kraut gewachsen. Wir haben alles probiert und einen tollen Sport gezeigt. Gerade Juliane Seyfarth hat hier zwei tollen Sprünge gemacht. Bei der WM springen unsere Mädchen um die Medaillen mit. Mit Katharina Althaus, Juliane Seyfarth und Carina Vogt haben wir drei Eisen im Feuer. Hoffen wir, dass einer der Joker sticht. Neben Ramona Straub werden wir wohl noch Anna Rupprecht mitnehmen. Sie hat sich mit fünf Platzierungen gegen Svenja Würth durchgesetzt.“

am 16.02.2019

Winzige Windböe verhindert Heimsieg von Althaus

Siegerehrung Skisprung-Weltcup 16.02.2019

Beim ersten von zwei Weltcups triumphiert Norwegerin Lundby mit einem Vorsprung von 0,4 Punkten vor der Lokalmatadorin

Nicht um einen Wimpernschlag, sondern um einen Hauch Rückenwind weniger hat Skispringerin Katharina Althaus vom Skiclub Oberstdorf ihren ersten Heimsieg bei einem Weltcup verpasst. Die 22-jährige Silbermedaillengewinnerin von Pyeongchang musste sich – ebenso wie bei Olympia und der gestrigen Qualifikation– nur ihrer Dauerrivalin Maren Lundby aus Norwegen geschlagen geben. Die Winzigkeit von 0,4 Punkten (oder umgerechnet 22 Zentimeter) entschied zugunsten der Gesamtweltcupführenden, die konstant auf 126 und 125,5 Metern sprang. Während Althaus als Führende nach dem ersten Durchgang (124,5 Meter) im zweiten die Tagesbestweite von 128 Meter erzielte, rechneten nicht nur die 2300 Zuschauer in der Oberstdorfer Audi Arena mit einem Triumph von Althaus, sondern die Athleten selbst auch. „Als ich über die grüne Linie gesegelt bin, dachte ich schon, dass es reicht“, sagte Althaus. Doch wie DSV-Bundestrainer Andreas Bauer aufklärte, war es eine kleine Windböe am Schanzentisch, die diesen extrem spannenden Wettkampf zugunsten von Lundby entschied. Althaus bekam 6,1 Windpunkte, die Norwegerin dagegen 12,9 Punkte. Etwas überraschend auf Rang drei landete die Slowenin Ursa Bogataj mit Sprüngen auf 114,5 und 120,5 Meter. Die Seriensiegerin von Oberstdorf, Sara Takanashi aus Japan, ging nach sechs ersten Plätzen in Folge diesmal als Vierte leer aus.
Althaus war über ihren ersten Podestplatz in ihrem Wohnzimmer dennoch sehr glücklich: „Ich sehe, dass ich in einer super Form bin und werde morgen nochmal richtig Gas geben.“
Erfreulich aus deutscher Sicht: In den Top Ten landeten neben Althaus auch noch Juliane Seyfarth (6.), Carina Vogt (8.) und Ramona Straub (9.). Svenja Würth hat sich mit Platz 22 nicht für ein Last-Minute-Ticket für die WM in Seefeld empfohlen, Anna Rupprecht, die als 24. ebenso hinter den Erwartungen blieb, hat im bisherigen Saisonverlauf die besseren Platzierungen für sich verbucht. Weltcup-Punkte sammelten auch Agnes Reisch aus Missen-Wilhams und erstmals auch Selina Freitag auf den Rängen 25 und 28. Beide trainieren am Stützpunkt Oberstdorf.

am 16.02.2019

Stimmen nach dem ersten Wettbewerb

Katharina Althaus (SC Oberstdorf)

Katharina Althaus zufrieden mit ihrer Leistung beim Heimweltcup

Maren Lundby , (1. Platz, Norwegen):
„Das war ein knapper Wettbewerb, Katharina sitzt mir immer im Nacken. Sie ist so stark und für sie ist es schade, dass sie auf ihrer Heimschanze nicht gewonnen hat. Der Sieg so kurz vor Seefeld ist nochmal wichtig fürs Selbstbewusstsein. Ich geh jetzt mit einem guten Gefühl zur WM. Aber wir fliegen erst noch einmal nach Hause. Dort wird eine Woche trainiert und dann geht es nach Seefeld.“

Katharina Althaus, (2. Platz, Skiclub Oberstdorf):
„Ein Heimsieg wäre die Krönung gewesen. Ich freue mich aber auch über den zweiten Platz. Es ist schon etwas Besonderes, wenn du als Letzte auf der Heimschanze oben hockst und das halbe Dorf, die Familie und der Freund zuschaut. Es war knapp und irgendwann werden wir heute nochmal gucken, woran es gelegen hat. Aber wir sollten nicht auf hohem Niveau meckern. Ich hatte einen wirklich guten Sprung. Jetzt geht es ins Hotel, ein bisschen was essen, dann Videoanalyse und dann das Ganze ruhig ausklingen lassen. Morgen ist ein neuer Tag. Ich fühl mich richtig gut und habe eine gute Form, erstmal für den zweiten Heimweltcup und dann für Seefeld“

Ursa Bogataj (3. Platz, Slowenien):
„Ich bin sehr glücklich über das zweite Weltcup-Podest nach dem 3. Platz in Ljubno. Maren und Katharina sind die einfach die Besten. Aber ich bin auch in guter Form, so wie unser ganzes Team. Die Zuschauer in Oberstdorf sind so toll und ich habe mich fast so gefühlt wie zuhause in Ljubno. Letztes Jahr bin ich hier in Oberstdorf schon auf den 5. Platz gesprungen, da allerdings auf der Normalschanze. Dass es auf der großen Schanze auch so gut klappt, habe ich nicht erwartet.“

Agnes Reisch (25. Platz , WSV Isny):
„Das war mein erster Weltcup-Einsatz seit dem vergangenen Jahr in Oberstdorf. Meine Leistung war relativ gut, vor allem im Training lief es. Im Wettkampf habe ich dann etwas zu viel gewollt. Ich hatte gehofft, unter die 30 zu kommen, darum bin ich sehr zufrieden. Für Seefeld wird es ein bisschen eng, Svenja Würth ist stark und Anna Rupprecht auch besser als ich. Ich würde mich freuen über ein paar Starts im Weltcup und wenn das nichts wird, kann ich ein bisschen mehr lernen für mein Abitur.“

DSV-Bundestrainer Andreas Bauer:
Über Carina Vogt (8.Platz/SV Degenfeld): „Carina wollte heute zu viel. Sie hat im Training gute Sprünge gezeigt und wollte danach das Quäntchen mehr. Sie muss eine Spur geduldiger werden, dann passiert auch wieder ein Podest. Der Abstand zu Maren und Katharina war heute zu groß, aber auf den 3. Platz hin war alles möglich.
Über Katharina Althaus (2. Platz/SC Oberstdorf): „Für Katharina freut es mich, dass sie vor dieser Kulisse diese Leistung gebracht hat. Sie hat sich nach der Silbermedaille im letzten Jahr noch positiver weiterentwickelt. Ihre Persönlichkeit ist gewachsen. In den Qualis von Hinzenbach und Ljubno hat sie gezeigt, dass sie Maren absolut ebenbürtig ist. Eine Woche vor Beginn der WM ist sie in absoluter Topform.
Über Ramona Straub (9.Platz/SC Langenordnach): Von Ramona bin ich total positiv überrascht, wenn man den ersten Sprung betrachtet. Was sie drauf hat, ist unglaublich, nur das Ganze ist noch nicht so filigran und ausgereift. Da haut sie einen raus und kann dann nichts mit dieser Höhe und Weite anfangen.
Über Juliane Seyfarth (6. Platz /WSC Ruhla 07): Juliane ist heute unter Wert geschlagen. Ihre Sprünge waren nicht ganz so sauber. Sie ist nicht die beste Abspringerin, aber fliegen kann sie.
Über Perspektiven für Seefeld: Wir legen nächste Woche in Oberstdorf noch zwei Trainingstage ein. Das gute Gefühl, auch bei Katharina Althaus, muss erhalten werden. In Seefeld könnte es einen heißen Kampf geben. Aber nicht nur Katharina und Maren sind dabei. Auch Daniela Iraschko-Stolz kommt sicher strak zurück. Und Sara Takanashi will sicher auch endlich mal bei einer WM etwas gewinnen.

am 16.02.2019

Doppelsieg für Clemens Aigner

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Zweiter Continental Cup bringt auch Pius Paschke wieder einen Platz auf dem Podest

Doppelsieg für Clemens Aigner. Auch den zweiten Wettkampf in Continental-Cup in der Audi Arena gewann der Österreicher. Der 26-Jährige, der schon gestern ganz oben auf dem Podest stand, setzte sich mit Weiten von 131,5 m und 133,0 m (300,5 P) gegen den Slowenen Tilen Bartol (135,5 m/132,0 m, 298,0 P) und den Deutschen Pius Paschke (130,5 m/129,0 m; 295,9 P) durch. Bereits im ersten Durchgang hatte das Spitzentrio einen soliden Abstand gegenüber den nächstfolgenden Justin Rok (SLO) und Robin Pedersen (NOR).
Fast hundert eiserne Zuschauer hatten nach dem Weltcupspringen der Frauen in der Audi Arena ausgeharrt, um auch beim „Zweitliga“-Wettkampf der Männer mit zu fiebern. Sie erlebten an diesem klaren, kalten Winterabend viele gute Leistungen, eine längere Unterbrechung nach dem Sturz des Japaners Yuken Iwasa und schließlich den neuerlichen Sieg von Clemens Aigner.
Sechs Deutsche waren in diesem Wettbewerb an den Start gegangen. Bis auf Luca Roth (SV Meßstetten) hatten alle DSV-Athleten den Finaldurchgang erreicht. Ihr Bester war heute Pius Paschke (WSV Kiefersfelden), der in Oberstdorf lang gelebt und trainiert hat und gestern bereits als Dritter auf dem Podium gestanden hatte.
Die weiteren deutschen Platzierungen: Moritz Baer (8. Platz, SF Gmund-Dürnbach); Felix Hoffmann (Platz 12; SWV Goldlauter), Justin Lisso (24. Platz; WSV Schmiedefeld); Philipp Raimund ( 25. Platz, SC Oberstdorf).

am 16.02.2019

Norwegerin Lundby gewinnt die Quali in Oberstdorf

Katharina Althaus (GER)

Althaus und Seyfarth knapp geschlagen auf den folgenden Plätzen

Maren Lundby bleibt auch in Oberstdorf das Maß aller Dinge bei den Skispringerinnen. Die Norwegerin gewann vor 1100 Zuschauern die Qualifikation für das erste Weltcup-Springen auf der Großschanze in der Audi Arena. Lundby holte mit der Frauen-Rekordmarke von 133,0 Metern (143,8 Punkte) und einem Vorsprung von 0,5 Punkten den Sieg vor der Lokalmatadorin Katharina Althaus (Skiclub Oberstdorf; 131,5/143,3). Juliane Seyfarth vom WSC Ruhla wurde mit einer Weite von 131,5 Metern (139,5 P) Dritte.
Auch fünf weitere DSV-Springerinnen zeigten gute Leistungen und kamen unter die besten 40 Athletinnen, die am morgigen Samstag den Wettkampf bestreiten. Carina Vogt (SC Degenfeld) setze sich mit einem Sprung auf 128,5 Metern (134,2 P) auf Rang fünf, Ramona Straub (SC Langenordnach, 122,5/124,3) auf Platz sieben. Svenja Würth (SV Baiersbronn) holte sich Platz 21., Agnes Reisch (WSV Isny) reihte sich einen Rang dahinter ein und Anna Rupprecht (SC Degenfeld) wurde 26. Auch Selina Freitag (SG Nickelhütte Aue) schaffte als 32. den Sprung in den Wettkampf.
Drei DSV-Athletinnen blieben auf der Strecke: Alina Ihle (SV Biberau), JWM-Medaillengewinnerin Josephin Laue (SFV Rothenburg) und Arantxa Sancho (SG Nickelhütte Aue) überstanden die Qualifikation nicht.

Katharina Althaus, die hinter Lundby auf dem zweiten Platz im Gesamtweltcup liegt, zeigte sich nach der Qualifikation zufrieden mit ihrer Leistung. Vor heimischer Kulisse zu springen, sei schon noch mal etwas ganz Besonderes. Auch wenn die Nordische Ski-Weltmeisterschaft in Seefeld nun schon so nah sei, werde sie ihren Fokus erst einmal auf die beiden Springen in Oberstdorf richten. Danach gelte es, sich vorzubereiten auf drei mögliche Medaillen im österreichischen Seefeld. „Es ist richtig cool, dass wir durch die positive Entscheidung für einen Team-Wettbewerb nun drei Chancen auf Medaillen haben“, freut sie sich auf die Titelkämpfe in Tirol.

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