Heinz Kuttin, Bundestrainer Skisprung Frauen
"Two Nights Tour 2025/26 – ich hoffe, es ist die letzte. Alle sehnen sich danach, eine Vierschanzentournee zu bekommen. Für den Damensprungsport wäre das ein Meilenstein. Der Entscheid, in Innbruck ein Flutlicht zu bauen, hat die Hoffnungen auf eine Vierschanzentournee der Damen weiter genährt.
In diesem Jahr haben wir unseren Formaufbau etwas anders geplant – und die Formkurve hat sich auch so entwickelt, wie wir es geplant hatten. Unsere Athletinnen haben vor Weihnachten tolle Sprünge gezeigt. Jetzt freuen wir uns auf die Two Nights Tour, bei der auch die Nationale Gruppe mit dazukommt. Viele junge Athletinnen haben wieder die Möglichkeit, sich zu präsentieren und ihre Leistungen zu zeigen. Wir wissen, dass im Nachwuchsbereich auch zukünftig zu tun ist – aber dank der guten Förderstrategie im DSV, auch den Nachwuchs zu fördern, haben wir sehr gute Talente – sie haben die Zeit, sich zu entwickeln, um irgendwann im Skisprung auch ganz oben zu landen.
In der Nationalmannschaft zeigt die Formkurve nach oben – endlich haben wir in Engelberg auch das Podium gemacht. Unsere drei Vorzeigeathletinnen Selina Freitag, Agnes Reisch und Katharina Schmid können in Richtung Podium springen – Katha hat das Podest geschafft, Selina hat es trotz eines sehr guten Sprunges wegen eines kleinen Fehlers bei der Landung und des anschließenden Sturzes verpasst; Selina ist zum Glück mit blauen Flecken davongekommen.
Wie hoffen auf eine rege Beteiligung, schönes Wetter und schöne Fernsehbilder, dass wir eine spannende Two Nights Tour erleben.
Wir freuen uns darauf - und wissen, das Nika Precv und Nozomi Maruyama im Moment nur sehr schwer zu schlagen sind. Aber wir sind positiv gestimmt – jeder Wettkampf muss gemacht werden."
Selina Freitag
"Ich bin am Samstag von Zuhause ins Allgäu gefahren und habe am Sonntag eine Vorbereitung auf die Two Nights Tour gemacht, ein Highlight in unserer Saison. Ich werde ganz offen an die Sache rangehen. Am Montag springen wir nochmal in Garmisch-Partenkirchen – ich denke, das ist ganz gut nach meinem Sturz. Den merke ich körperlich schon noch ein bisschen. Beim Training am Sonntag aber ich mich ganz gut gefühlt. Ich weiß, dass die Sprünge passen. Wenn ich jetzt nach der Weihnachtspause gleich wieder richtig gut reinstarte, wäre das schon mal richtig, richtig gut. Schauen wir, was rauskommt – einfach springen!"
Agnes Reisch
"Ich freue mich richtig auf die Heim-Weltcups in Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf. Ich habe dort letztes Jahr richtig gute Ergebnisse gemacht und ich bin gut in Form. Ich möchte den Fokus aber gar nicht mal richtig auf den Heim-Weltcup legen, ich möchte einfach bei mir bleiben, meine Sprünge zeigen und an denen weiter arbeiten. Daran habe ich auch in den letzten Wochen gearbeitet: meinen Sprung weiterzuentwickeln. Natürlich ist es dann im Auslauf schon schön, bekannte Gesichter zu sehen. Ich glaube, das werden richtig, richtig coole Tage – das wird mega."
Juliane Seyfarth
"Garmisch ist ja meine Lieblingsschanze – ich freue mich sehr auf die Two Nights Tour. Auch wenn ich Oberstdorf in den letzten Jahren nicht ganz so gut raus hatte. Daran habe ich diesen Sommer aber recht viel gearbeitet, bin zum Beispiel ohne Handschuhe gesprungen, um meine Hand und Armhaltung zu verbessern und viel mit Helmkamera, um ein noch besseres Feeling für die Schanze zu bekommen. Ich fühle mich damit gut gerüstet."
Katharina Schmid
"Ich freue mich auf meine letzte Two Nights Tour. Auf Partenkirchen: Ich mag die Schanze – ich gehe gern dahin. Aber natürlich freue ich mich besonders auf das Springen in Oberstdorf, den Wettkampf zuhause noch einmal genießen zu dürfen – Familie, Freunde, alle werden da sein und mich noch einmal anfeuern und mitfiebern. Das werde ich genießen.
Ich hoffe aber, dass es nicht nur für mich die letzte Two Nights Tour ist, sondern auch für alle anderen – weil die zukünftig dann hoffentlich die Vierschanzentournee genießen dürfen."