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Das Duo Büchel/Weidel organisiert Ski-WM 2021

Deutscher Skiverband beruft zweiten Geschäftsführer für Oberstdorf. Ein anderer DSV-Funktionär wird dagegen gefeuert

WM Skisprung Arena

Nun hat auch der Deutsche Skiverband einen Geschäftsführer für die Vorbereitung der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft im Jahr 2021 in Oberstdorf berufen: Wie die Allgäuer Zeitung vorab erfuhr, ist der 49-jährige Münchener Unternehmensberater Robert Büchel ab sofort gemeinsam mit Florian Weidel von der Skisport- und Veranstaltungs-GmbH in Oberstdorf für Planung, Organisation und Durchführung der WM in vier Jahren verantwortlich. Weidel trat als Nachfolger von Stefan Huber seinen Dienst am 1. Juli bei der SVG an.

In der Skiszene ist Büchel kein Unbekannter. Als Senior Director bei der Sportrechte-Agentur Lagardère Sports (früher Sportfive) war er von 2008 bis 2012 für die Vermarktung von Skisport-Veranstaltungen verantwortlich. Der Marketing-Experte Büchel soll laut DSV-Pressesprecher Stefan Schwarzbach in der Organisationsstruktur der Ski-WM die wichtige Schnittstelle zwischen den Bereichen Marketing, Kommunikation, Medien, Ticketing und Tourismus besetzen.

„Ich freue mich, dass ich mit dieser neuen und spannenden Aufgabe wieder im Skisport tätig sein kann“, sagte Büchel. „Damit ein solches Großereignis ein Erfolg wird, braucht es ein gut funktionierendes und hoch motiviertes Team.“ Er wolle seinen Beitrag dazu leisten.

Eine andere Personalie dagegen überraschte – nicht nur in Oberstdorf. DSV-Generalsekretär Florian Kurz (45), der zuletzt auch für die WM-Themen mitverantwortlich zeichnete, erhielt nach nur zweijähriger Amtszeit vergangene Woche die außerordentliche Kündigung. Über die Gründe der Entlassung gibt der DSV derzeit keine Auskunft: „Wir sind mitten in der Trennungs- und Abwicklungsphase und können keine Details preisgeben“, sagte Schwarzbach unserer Zeitung. Die Bild berichtete von internen
Zerwürfnissen. Demnach werfe der DSV ihm schlechte Personalentscheidungen und miese Kommunikation vor. Nachdem auch ein Mediator die Wogen nicht habe glätten können, erhielt Kurz den „blauen Brief“. Die für Oberstdorf relevanten Themen würden zeitnah, so Schwarzbach, auf erfahrene hauptamtliche Kräfte aufgeteilt.

Text: Thomas Weiß/ Allgäuer Anzeigeblatt
Foto: Skisport- und Veranstaltungs GmbH, Ralf Lienert