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am 24.08.2017 von Stefan Weidhaas

Nach langen Warten holt sich Watanabe den Sieg in der Quali

Julian Schmid

Gewitterfront fordert Geduld von Athleten, Zuschauern und Organisatoren

Die Nordischen Kombinierer mussten lange warten in Oberstdorf, bis sie den Gewinner des provisorischen Wertungsdurchgang gefunden hatten. Eine Schlechtwetterfront über dem Ort verzögerte bereits den ersten Trainingsdurchgang, der zweite wurde abgesagt und stattdessen gleich der provisorischen Wertungsdurchgang ausgetragen.
Nicht zu schlagen war am Ende Takehiro Watanabe (JPN) mit einer Weite von 136,5 Metern, die ihm 144,5 Punkte einbrachten. Zweiter wurde Espen Bjoernstad (NOR) mit 129,0 Metern und 144,0 Punkten, gefolgt von Maxime Laheurte (FRA) mit 132,5 Metern und 143,6 Punkten. Bester Deutscher war Johannes Rydzek, der erst in Oberstdorf in den Sommer Grand Prix eingestiegen ist. Er landete mit einer Bestweite von 140,0 Metern und 140,4 Punkten auf dem siebten Rang. Erik Frenzel auf Rang 10, Fabian Rießle auf Rang 15, das waren die nächstfolgenden Platzierungen der DSV-Athleten. Super schlug sich auch der junge Julian Schmid aus Oberstdorf bei seinem Weltcup-Debüt. Mit 124,0 Metern /120,4 Pkt. erreichte er den 30. Platz vor Vinzenz Geiger (116,0m /120,1 P). Der Führende im Sommer Grand Prix , Mario Seidl (AUT) kam auf 129,5 m/136,2 Pkt. und somit auf Rang 11. Auf den Wettkampftag morgen darf man also gespannt sein. Der Sprungwettbewerb startet um 18:00 Uhr. Um 19.30 Uhr folgt das 10-km-Rollerski-Rennen durch den Ort.

am 21.08.2017

Herausragende Leistungen auf internationaler Ebene

Sportlerehrung

Die besten Oberstdorfer Sportler werden von der Marktgemeinde ausgezeichnet. Kulisse bildet erstmals das Dorffest.

Einen tollen Rahmen hatte in diesem Jahr die Sportlerehrung des Marktes Oberstdorf. Bei Sommerwetter und begleitet von vielen hunderten Zuschauern, die das Dorffest besuchten, wurden Oberstdorfs beste Sportler des Jahres 2016/17 ausgezeichnet. Eine besondere Ehre auf der Bühne im Kurpavillon erfuhren dabei sieben Athleten, die sich im vergangenen Jahr durch ihre Erfolge im Nachwuchsbereich, auf nationaler und internationaler Ebene einen Namen verschafft haben. Germana Thannheimer wurde Sportlerin des Jahres im Nachwuchsbereich (S 12 bis 15) mit ihrem Meistertitel in der Langlaufstaffel. Bei den Buben dieser Altersklasse wurde Johannes Weinberg ausgezeichnet. Der 15-jährige blinde Sportler startet im Schwimmen und erreichte mehrfache deutsche Rekorde sowie acht Podestplätze bei den internationalen deutschen Meisterschaften. Bei den Junioren holte sich das Skispringerinnen-Quartett Luisa Görlich, Gianina Ernst, Pauline Hessler und Agnes Reisch mit ihrer
Goldmedaille im Team-Wettbewerb bei der Junioren-Welt-meisterschaft den Titel „Sportler des Jahres-Team“. Coletta Rydzek (Dritte bei der gleichen Veranstaltung im Langlauf) und Vinzenz Geiger als Jugendweltmeister holten die Titel als Einzelsportler. Bei den Senioren/Team waren es Aljona Savchenko und Bruno Massot, die für ihre Silbermedaillen bei der Europameisterschaft und der Weltmeisterschaft im Eiskunstlauf geehrt wurden. Den Titel bei den Männern holte sich der Vierfach-Weltmeister in der Nordischen Kombination, Johannes Rydzek. Bei den Frauen fiel die Wahl auf Skispringerin Katharina Althaus, die bei der Weltmeisterschaft Platz acht belegte.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt 21.08.2017/(wir)

am 21.08.2017

Erster Auftritt im Feld der Besten

Julian Schmid

Julian Schmid vom SC Oberstdorf startete beim Sommer-Grand-Prix in Oberstdorf zum ersten mal mit den weltbesten Kombinierern.

„Ein bisschen mehr als bei anderen Wettkämpfen hat es schon gekribbelt, räumt Julian Schmid ein. Der 17-jährige Oberstdorfer gab beim Sommer-Grand-Prix der Nordischen Kombinierer vom 24. bis 26. August sein Debüt im Weltcup in seinem Heimatort. Neben den großen Stars wie Vierfach-Weltmeister Johannes Rydzek und Gesamtweltcup-Sieger Erik Frenzel zeigte der Nachwuchsathlet aus dem C-Kader vor heimischem Publikum, was er draufhat. Verdient hat sich der junge Oberstdorfer den Start beim Sommer-Grand-Prix durch den Sieg bei der deutschen Jugend-Meisterschaft im Einzel und vor allem durch den 6. Rang im Alpencup. „Das war für mich der Türöffner für einen Startplatz im Continental-Cup“, erzählt er. Obwohl es bei den zwei Conti-Cup Wettbewerben im Springen „nicht so geklappt hat wie erhofft“, folgt nun erstmals ein Auftritt auf der großen internationalen Bühne. Erfahren hatte Schmid, der für den Skiclub Oberstdorf startet, auf einem Lehrgang im Juni in Oberhof, dass er in der Heimat dabei sein wird beim Doppel-Wettkampf auf der Normalschanze und dem 10 Kilometer langen Rundkurs durch den Ort mit seinem knackigen Anstieg hinauf ins Stadion. Seine Erwartungen für die Premiere hat er dabei selbst erfüllt: Am Premierentag lag Julian Schmid nach dem Springen auf Rang 27 und konnte nach dem Rollerskirennen mit Rang 39. zufrieden sein, war er damit doch der beste der deutschen C-Kader-Athleten, die in Oberstdorf ihr Weltcup-Debüt geben durften. Am Folgetag lief es sogar noch besser, er kam nämlich auf den ausgezeichneten 33. Weltcuprang. „Die beste Leistung bringen, die ich abrufen kann. Und wenn ich dann das Gefühl habe, das ist mir geglückt, dann war es gut, egal, welcher Platz am Ende dabei rauskommt“, sagt der Schüler. Schmid orientiert sich dabei gern am Club-Kollegen Vinzenz Geiger, der sich ganz ähnlich vor zwei Jahren mit einem hervorragenden achten Rang beim Sommer-Grand-Prix für weitere Einsätze empfahl und inzwischen sogar einen Weltcup-Sieg verbuchte. „Das zeigt doch, dass es hier in Oberstdorf richtig gut läuft“, meint Schmid mit Blick auf das Training unter Heimcoach Thomas Müller, durch dessen Schule auch Top-Star Johannes Rydzek ging.

Neues ausprobieren

Angefangen hat Schmid mit der Nordischen Kombination 2008. Da hatte Andi Bauer, damals noch Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft, den talentierten Langläufer gefragt, ob er sich nicht vorstellen könne, das Laufen mit Skispringen zu verbinden. Etwas Neues auszuprobieren, war für den damals Achtjährigen sehr spannend. Bei Catrin und Ralf Schmid machte Julian die ersten Sprünge, Langlauf-Trainer Thade Thannheimer spornte den Buben weiter mit Gummibärchen zu Bestleistungen auf der Loipe an.

am 21.08.2017

Vinzenz Geiger überrascht in Oberwiesenthal

Vinzenz Geiger

Der 20-jährige Oberstdorfer Vinzenz Geiger holt sich mit seinem Teamkollegen Jakob Lange mit einer fulminanten Schlussrunde im Team-Bewerb Platz drei beim Auftakt des Sommer-Grand-Prix in Oberwiesenthal.

Die erste Veranstaltung des Sommer-Grand-Prix der Nordischen Kombinierer in Oberwiesenthal endete gleich mit zwei Überraschungen: Der Tscheche Miroslav Dvorak überholte Lokalmatador Eric Frenzel im Teamsprint auf der Zielgeraden und gewann mit Teamkollege Tomas Portyk vor Frenzel/Fabian Rießle. Aufhorchen ließ auch ein Allgäuer: Auf Platz drei folgte Vinzenz Geiger, der mit Jakob Lange nur 11,2 Sekunden hinter dem Siegerduo ins Ziel kam. Der Oberstdorfer sprang auf 98 Meter, legte danach mit den Rollskiern
eine furiose letzte Runde hin und holte Platz um Platz auf. Im Einzelbewerb wurde der 20-jährige Geiger nach Springen und 10-km-Lauf 30. der Gesamtwertung.

Text: Allgäuer Anzeigeblatt 21.08.2017

am 16.08.2017

Althaus gewinnt ihren ersten Grand-Prix

Katharina Althaus gewinnt Nachtspringen 2017

Katharina Althaus gewinnt ersten Wettkampf der Olympiasaison

Besser hätte die Olympia-Saison für Katharina Althaus nicht beginnen können. Im französischen Courchevel holte sich die 21-Jährige vom Skiclub Oberstdorf mit dem weitesten Sprung des Tages auf 95 Meter im ersten Durchgang und 88,5 Metern im Finale ihren ersten Sieg in einem FIS-Grand-Prix. Nie zuvor war das bisher einer deutschen Skispringerin gelungen. Mit 230,8 Punkten verwies Althaus die Japanerinnen Sara Takanashi (220,1/links) und Yuki Ito (219,0/rechts) auf die Plätze zwei und drei. Die glückliche Allgäuerin sagte der Internetseite Berkutschi: „Es hat wirklich Spaß gemacht hier zu springen und ich freue mich sehr über das Ergebnis. Mein Ziel war ein guter Start, aber ich hätte nicht erwartet, dass es so gut läuft.“ Nächste Station des FIS-Grand-Prix ist am kommenden Wochenende Frenstat in Tschechien.

Text: Allgöuer Anzeigeblatt. 16.08.2017

am 16.08.2017

JoJo Klein als Erster in der Erdinger Arena

Jojo Klein bei der Verpflegung in der Erdinger Arena

Die Führung ließ sich der Läufer vom TSV Oberstdorf beim Ultra-Trail bis ins Ziel nicht nehmen und verbesserte als Tagesschnellster der Ultra-Trail-Strecke (69,5 km/3272 Höhenmeter) die Rekordmarke auf jetzt 6:09:11 Stunden.

Nur die ganz Eisernen erreichten beim Allgäu Panorama Marathon am vergangenen Wochenende die Erdinger Arena in Oberstdorf. Bei Kilometer 48 war im Stadionbereich wie jedes Jahr eine Durchlauf- und Verpflegungsstation auf der Ultra-Trail Distanz eingerichtet. Dabei absolvierten die Läuferinnen und Läufer auf ihrer Strecke durch das Oberallgäu und das Kleinwalsertal insgesamt 69 km mit rund 3.000 Höhenmetern. Die Erdinger Arena bot den Läufern neben der umfangreichen Verpflegungsstelle eine grandiose Aussicht auf die Austragungsstätte der Vierschanzentournee und die Läufer konnten auch einen Augenblick den Trainingsbetrieb der Skispringer und Kombinierer verfolgen, bevor es auf die letzten Kilometer zurück zum Ziel nach Sonthofen ging.

Um eine volle Viertelstunde verbesserte Johannes Klein als Tagesschnellster der Ultra-Trail-Strecke (69,5 km/3272 Höhenmeter) die Rekordmarke auf jetzt 6:09:11 Stunden. „Ich habe genau gewusst, auf was ich mich da einlasse und wie ich das Rennen durchziehen muss“, erklärte das 26-jährige Lauftalent aus Oberstdorf seinen Coup. Als absoluter Intimkenner der Strecke und des Geländes konnte er sein Rennen perfekt einteilen und so sein „Ding durchziehen“, wie er sagte. Auch als sich einmal der Magen bemerkbar machte. „Letztlich ist ein Ultralauf immer eine Kopfsache. Da kann so viel passieren; selbst wenn du meinst, du bist optimal vorbereitet und schon fast durch...“, erklärte Klein, der sich im Zieleinlauf trotz laufender Stoppuhr die Zeit nahm, in aller Ruhe Freunde und Familie zu begrüßen, die ihn jubelnd erwarteten.

Genug vom Berg hatte der geprüfte Bergwanderführer Klein allerdings nach seinem furiosen Start-Ziel-Sieg am Sonntag noch nicht. Quasi direkt von der Siegerehrung startete der Oberstdorfer durch in seinen Beruf: „Ich bringe heute Abend noch eine Gruppe hinauf zur Enzianhütte.“ Für ihn sei es einfach super, auf eine derart ideale Kombination von Hobby („Leidenschaft“) und Beruf bauen zu können.

Zweiter wurde in der Zeit von 06:37:39 Stefan Lämmle vom Team Sportbuck.com. Als Dritter erreichte Florian Felch vom Team Lebkuchen & Allerlei das Ziel. Bei den Damen gewann Verena Melzer vom Team Gasthof Adler Sonthofen in der Zeit von 08:02:39, vor Sybille Mai von der TG Viktoria Augsburg in 08:03:59. Auf Platz drei landete Biggi Fauser vom Team Biggis Laufoase in der zeit von 08:24:12.

am 08.08.2017

Audi Arena versorgt wieder Läufer des Allgäu Panorama Marathon

Durchlauf beim Allgäu Panorama Marathon 2016 in der Erdinger Arena

Insgesamt 69 Kilometer mit rund 3.000 Höhenmetern müssen die Läufer der Ultra-Strecke beim Allgäu Panorama-Marathon zurückzulegen.

Die Audi Arena Oberstdorf ist auch dieses Jahr wieder Durchlauf- und Verpflegungsstation des Allgäu Panorama Marathon Ultra Trail am 21. August. Insgesamt 69 Kilometer mit rund 3.000 Höhenmetern müssen die Läufer der Ultra-Strecke beim Allgäu Panorama-Marathon zurückzulegen. Nach knapp 45 Kilometern und 1.900 Höhenmetern gibt es in der Erdinger Arena in Oberstdorf wie in den Vorjahren wieder eine kräftige Stärkung mit grandiosem Blick auf die Schanzen: Die Läufer können ausgiebig die Möglichkeit nutzen sich mit Getränken, Obst, leckeren Broten und Kuchen zu versorgen, um die leeren Energiespeicher wieder auftanken zu können. Für die kurze Pause mit einer belebenden Massage steht auch wieder ein Physio-Team zur Verfügung, bevor es auf die letzten 20 Kilometer dieser kraftraubenden Strecke über die Sonnenköpfe ins Ziel nach Sonthofen geht.

am 27.07.2017

Katharina Althaus ist der Star des Abends

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Lokalmatadorin siegt beim Nachtspringen auf der Normalschanze souverän

War das Wetter schon am Nachmittag recht freundlich, wurde es im Laufe des Abends immer besser. Mit dem Beginn des Nachtspringens um 19.30 Uhr zeigte sich sogar noch die Sonne, die sich in den letzten Tagen so rar gemacht hatte. 2.200 Zuschauer hatten sich im Stadion eingefunden, genossen die Sommeratmosphäre in der Erdinger Arena und sahen ausgesprochen spannende Wettkämpfe auf der Normalschanze HS 106 mit internationaler Beteiligung. So nahmen nicht nur Österreicher und Norweger teil, sondern auch der Nachwuchskader der Schweiz, der sich zur Zeit im Trainingslager in Oberstdorf aufhält.

Über 50 Athleten machten das Skispringen mitten im Sommer zu einem Riesenerlebnis. Die Oberstdorfer Skispringer sorgten mit guten Ergebnissen zusätzlich für gute Stimmung im Heimstadion. Star des Abends war Lokalmatadorin Katharina Althaus, die sich mit einer tollen Leistung einen souveränen Sieg in der Damenklasse sicherte. Mit Weiten von 93,0 m und 97,5 m hätte sie locker im Lager der Herren konkurrieren können. Juliane Seyfarth (WSV Ruhla) holte sich mit Weiten von 86,5 m und 88,0 m den zweiten Rang. Dritte wurde Ramona Straub (SC Langenordnach) mit Weiten von 86,0 m und 85,5 m.

Die Schülerklasse beherrschte Aenaes Frisch (WSV Isny), der schon am Nachmittag gesiegt hatte, mit Topweiten von 94,0 m und 95,0 m. Beat Wiedermann vom TSV Buchenberg (89,0 m /79,0 m) landete vor dem Vereinskollegen Lucas Mach (79,0 m /87,5 m) auf dem zweiten Platz. Sandro Hauswirth aus der Schweiz schließlich machte den Sieg mit Adrian Sell (SV Messtetten) in der Herrenklasse klar. Er lieferte Sprünge über 94,0 m und 98,0 m ab. Adrian Sell vom SC Messtetten (97,5 m /94,0 m) und landetet damit punktgleich auf Platz 1. Sebastian Bradatsch (SC Ruhla; 93,0 m/96,5 m )holte sich Rang 3.

Kurz vor Schluss des Wettkampfes setzte dann zwar der Regen wieder ein. Trotzdem harrten viele Zuschauer aus, um den jungen Athleten nach diesem sportlich fairen und spannenden Wettbewerb bei der Siegerehrung zu applaudieren.

am 24.07.2017

Modernisierung der Heini-Klopfer-Skiflugschanze abgeschlossen

Andreas Wellinger

Die 12,3 Millionen teuren Umbaumaßnahmen zur FIS WM im Skifliegen 2018 wurden mit der Fertigstellung des neuen Schrägaufzuges, eines neuen Aufwärmraumes für die Athleten sowie einer markanten Einfärbung des Schanzenturmes im typischen Oberstdorf-Rot jetzt endgültig abgeschlossen.

Die Heini-Klopfer-Skiflugschanze ist nunmehr seit über 65 Jahren eine feste Größe im Oberallgäu und international bekannt. Der „schiefe Turm von Oberstdorf“, ist eine der fünf größten Anlagen weltweit und kann auf eine lange Tradition von Wettkämpfen zurückblicken. Insgesamt fünf Skiflugweltmeisterschaften und zahlreiche Weltcups haben hier, seit dem Bau der Anlage 1973, stattgefunden, stets vor tausenden begeisterter Zuschauer aus dem In- und Ausland.

Umbaumaßnahmen

Durch die Weiterentwicklung des Skisprungsports und veränderte FIS-Regularien sowie um weiterhin die Sicherheit von Sportlern und Zuschauern zu gewährleisten, war eine Generalsanierung der 43 Jahre alten Schanze
notwendig geworden. Oberstdorf wollte sich dabei bewusst nicht am regelrechten Wettbewerb um den Skiflug-Weltrekord beteiligen. Es sollte eine Skiflugschanze entstehen, die einen spannenden Wettkampf mit vielen Flügen jenseits der 200-Meter-Marke garantiert. Die einzigartige freistehende Spannbetonkonstruktion sollte dabei aber bestehen bleiben. Nach vielen Gesprächen mit Athleten und Trainern – wurde letztendlich ein Profil entwickelt, das nach Meinung aller Beteiligten diese Zielsetzung zu 100-Prozent erfüllt.

Damit die Gesamtanlage auch außerhalb der Wettkampfzeiten für den Tourismus genutzt werden kann, wurde ein neuer, barrierefreier Personenschrägaufzug vom Stadionbereich entlang des Aufsprunghanges bis zum Zugang des Anlaufbauwerks errichtet und den Bedürfnissen von Einheimischen und Gästen angepasst. Der bestehende Schanzentisch wurde auf eine Länge von 45 m abgebrochen, der neue Schanzentisch 7,50 m zurück und 5,00 m höher gesetzt und als Stahlkonstruktion auf dem bestehenden Spannbetonbauwerk des Anlaufturmes aufgesetzt. Am Schanzenkopf wurden die Räumlichkeiten erweitert. Das Profil des Aufsprunghanges präsentiert sich neu modelliert und an die Anforderungen einer hangnahen Flugkurve angepasst. Der Auslaufbereich wurde vergrößert und eine Tribünenanlage mit Geländestehplätzen errichtet. Für Großveranstaltungen kann diese temporär auf den umliegenden Geländeflächen erweitert werden.

Die ersten Sieger

Bei der WM-Generalprobe 2017 waren die aktiven Sportler begeistert vom neuen Fluggefühl in Oberstdorf. 38.800 Zuschauer verfolgten die spannenden Wettkämpfe. Am ersten Wettkampftag gewann Stefan Kraft aus Österreich auf der umgebauten Schanze vor dem Deutschen Andreas Wellinger, der mit 234,5 Metern auf die Tagesbestweite flog. Kamil Stoch aus Polen flog auf den dritten Rang. Am zweiten Weltcup-Tag erfüllte
sich Andreas Wellinger einen Traum und setzte die Marke für den Schanzenrekord bei 238 Metern. Trotzdem reichte es „nur“ für Platz 2 hinter dem erneuten Sieger Stefan Kraft. Dritter wurde der Slowene Jurij Tepes.

Die FIS Skiflug-Weltmeisterschaft 2018 kann kommen!

Mit großer Vorfreude und Spannung blickt die Wintersportregion Allgäu der FIS Skiflug-Weltmeisterschaft vom 18. bis 21. Januar 2018 entgegen. Nach zehn Jahren ist es wieder soweit, die weltbesten Skiflieger kämpfen auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze um den WM-Titel im Skifliegen. Neben dem Titel im Einzel wird im Teamwettbewerb vom 18. bis 21. Januar 2018 auch die beste Skiflugnation ermittelt. Neuigkeiten gibt es auch aus dem Organisationskomitee. Nachdem die bisherigen Geschäftsführer Stefan Huber und Dominik Fritz die Skisport- und Veranstaltungs-GmbH (SVG) nach über elfjähriger, weltweit anerkannnter Arbeit aus privaten Gründen verlassen haben, steht mit dem Duo Florian Weidel und Christian Rapp ein neues Führungs-Duo an der Spitze der operativen Organisation. Beide können auf ein WM- und Weltcup erfahrenes Team in der SVG sowie elf Ressortleiter und über 850 ehrenamtliche Helfern zurückgreifen. „Mit unseren bewährten Partnern und den vielen Freiwilligen aus der Region werden wir alle Vorbereitungen treffen, um im Januar 2018 wieder ein einmaliges Skiflug-Erlebnis präsentieren zu können“, verspricht OK-Präsident Dr. Peter Kruijer bereits jetzt.

Der offizielle Ticket-Vorverkauf beginnt am 01. September

telefonisch:
– Arena-Ticket-Allgäu/Skisport- und Veranstaltungs GmbH: 08322/8090-350
– Eventim: 01806/200111
– Tourismus Oberstdorf: 08322/700-290
– Allgäuer Anzeigeblatt: 08323/802-150
– Allgäuer Zeitung: 0831/2065555
per E-Mail: bestellung@arena-ticket-allgaeu.de

am 24.07.2017

WM 2021: nachhaltige Investitionen in Sport und Tourismus

WM-Skisprung Arena

Skiclub Oberstdorf ist zuversichtlich: Planungsaufträge beenden „verbales Wunschkonzert“ und schaffen Fakten

Wie bereits in der Gemeinderatssitzung ging es auch auf der Jahreshauptversammlung des Skiclub Oberstdorf um die Stimmungslage zur Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2021. Vor allem die fiktiven Kostenschätzungen in Höhe von 50 Millionen Euro, die seit einiger Zeit medial für Zündstoff sorgen, hatten im Kommunalparlament teilweise für Unverständnis gesorgt. Bürgermeister Laurent Mies erklärte darum auf der Mitgliederversammlung erneut, wie es zu dieser Summe kam. Ungebrochen ist aber auch seine Zuversicht, dass am Ende alle mit im Boot sind, um 2021 wieder ein tolles Ereignis für Oberstdorf und die Region auf die Beine zu stellen.

Von Beginn an sollten die Dinge gemeinsam besprochen werden im Rahmen der Bedarfsplanung, in dem vier Parteien ihre ganz eigenen Vorstellungen formulierten. „Am Ende des verbalen Wunschkonzertes stand dann dieser große befremdliche Betrag“, so Mies. Klar sei aber auch, dass diese 50 Millionen Euro keinesfalls verbaut würden, sondern dass man jetzt ausgewogen zurückschrumpfen müsse.

Der Skiclub-Vorsitzende Dr. Peter Kruijer bezweifelte zwar, ob es clever war, zu einem solch frühen Zeitpunkt überhaupt Summen zu nennen. Stattdessen sollten jetzt durch Planungsaufträge Fakten geschaffen werden. Kruijer unterstrich die Vorgabe, dass die gewünschten Investitionen leistbar sein und über die WM hinaus nachhaltig für die nächsten Jahrzehnte etwas bringen müssten.

Seinen ersten Auftritt auf einer Mitgliederversammlung des SCO hatte der neue Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH Florian Weidel. Für ihn steht jetzt erstmal ein Winter an mit Highlights wie Vierschanzentournee, Tour de Ski und der Skiflug-Weltmeisterschaft, für die man die Erkenntnisse aus der Vor-WM im letzten Winter verarbeiten muss. „Ein sportlicher Zeitplan mit knapp drei Wochen Pause zwischen der Tour de Ski und der WM, das wird ausgesprochen spannend“, betonte er die Bedeutung der anstehenden Events. Der Kritik, die Vorbereitungen zur WM 2021 liefen zu langsam, hielt er entgegen, dass vor allem das Bauprogramm und die Unterkunftsplanung jetzt schnell vorangebracht werden müsse. Alles in allem liege man jedoch gut in der Zeit und: „Die Dinge, die man zu früh macht, macht man oft zweimal“.

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